Nicht alle Nächte sind zum Schlafen da. Manchmal braucht man in den dunklen Stunden des Tages ein bisschen Bewegung. Dann greift man eben einfach mal.... zur Nachtgymnastik. Ob alleine, zu zweit oder als Gruppensport betrieben, wird hierzu eine den Umständen entsprechend große Matratze empfohlen, sowie genügend weiche Kissen und Decken zur Unterstützung verschiedenster Stellungsübungen.
Bei sportlicher Betätigung in Gruppen, sollte man einen Übungsleiter bestimmen, der die anderen anleitet, vorturnt und dafür sorgt, dass sich alle wohl fühlen, bei dem was sie tun. Die Grundübungen sind auch ohne weiteres Sportgerät leicht auszuüben. Fortgeschrittene bereichern ihre Übungen mit unterschiedlichsten Hilfsmitteln, die Wahl ist hierbei den individuellen Vorlieben anzupassen und im einschlägigen Fachhandel erhältlich.
Vor den ersten Übungen sollte man sich über die Statik der Übungsmatratze informieren. Diese muss für die Anzahl der Teilnehmer, aber auch die Intensität der angestrebten Übung ausgelegt sein und sollte sicherheitshalber immer vorab überprüft werden. Generell ist bei der Nachtgymnastik auf die Sicherheit der Mitspieler zu achten. Geeignete Schutzkleidung ist immer anzulegen und sollte ausreichend zur Verfügung stehen, falls die vorhandene den ausgefalleneren Übungen nicht standhält. In den meisten Fällen reicht hier die Universalgröße aus.
Bei besonders akrobatischen Übungen sollte sich der Turner nicht in seinen Fähigkeiten überschätzen. Krämpfe sind noch die harmlosesten Folgen, die sich aus solchen Fehleinschätzungen seines Könnens ergeben können. Ernsthafte Verletzungen können gerade bei Neueinsteigern nicht ausgeschlossen werden.
Wer mit Solo-Übungen seinen Einstieg gefunden hat und über die notwendigen Vorkenntnisse der menschlichen Anatomie und deren Einsatzmöglichkeiten verfügt, sollte sich einen Trainingspartner suchen. Hierbei sollte man auf ein längerfristiges Trainigsverhältnis aus sein, da wechselnde Turnpartner zu unerwarteten Komplikationen führen könnten. Erst ein eingespieltes Team kann bei seinen Übungen die für den Trainingserfolg notwendige Harmonie entwickeln.
Da es im Verlauf der Übungen durchaus zu erhöhter Ausscheidung verschiedenster Körperflüssigkeiten kommen kann, sollte ein kleines Handtuch oder ein Papiertaschentuchspender immer griffbereit sein, denn die verminderte Griffigkeit kann ein schmerzhaftes Abrutschen bei einigen Übingen verursachen, was zu unnötigen Verletzungen führen kann.
Wem die passende Anleitung zur Nachtgymnastik fehlt, sollte sich nach Trainingsvideos und entsprechender Fachliteratur umsehen. Theoretische Vorkenntnisse können zu einem unerwartet positiven Leistungschub in der Praxis führen und sind daher nur zu empfehlen, um ein vollkommen befriedigendes Trainingsegebnis zu erreichen.
Da man bei der Nachtgymnastik schlecht einen Fotoapparat halten kann und auch das Schreiben in einigen Stellungen unmöglich ist, werde ich von einem Nachtbericht hierzu absehen und verweise noch einmal auf das einschlägige Anleitungsmaterial in Wort und Bild, welches der Fachhandel allerorten für den willigen Nachtgymnasten bereithält.